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Aristo-Lexikon

Medizinische Begriffe einfach erklärt.

Blasenentzündung

Infekte der Harnwege gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionen beim Menschen.1 Besonders in der kalten Jahreszeit ist das Risiko für eine Blasenentzündung hoch, denn gerade jetzt sind die Schleimhäute – nicht nur im Mund- und Nasenraum, sondern auch die des Intimbereichs – anfälliger für Unterkühlungen und neigen dazu auszutrocknen. Hinzukommt, dass in Herbst und Winter die Abwehrkräfte meist eher geschwächt sind. Durch das Austrocknen der Schleimhäute im Intimbereich kann dieser leichter von Viren und Bakterien besiedelt werden, die zu einer Blasenentzündung führen können. E.coli-Bakterien sind hierbei mit etwa 80 Prozent die häufigsten Auslöser eines Harnwegsinfektes.2 Wenn zudem noch das Immunsystem schwach ist, steigt das Risiko einer Entzündung der Blase zusätzlich. Hinzu kommt, dass Frauen von Blasenentzündungen häufiger betroffen sind als Männer, da ihre Harnröhre kürzer ist – das macht es den Erregern leichter, in die Harnwege einzudringen.3

Blasenentzündung: Symptome erkennen

Anzeichen einer leichten Blasenentzündung sind für gewöhnlich Schmerzen und Brennen, erschwertes Wasserlassen sowie häufiger Harndrang. Die Urinmenge selbst bleibt dabei aber eher gering. Darüber hinaus deuten Schmerzen in der Blasengegend, die bis hin zu Krämpfen reichen können, und auch Veränderungen des Urins in Färbung oder Geruch auf eine Blasenentzündung hin. Wenn sich die Infektion auf den Genitaltrakt ausdehnt, kann bei Frauen verstärkter Ausfluss auftreten. Zudem kann sich ein Infekt der Harnblase auf die Eierstöcke ausweiten und in diesem Bereich zu Schmerzen führen. Bei Männern sind dagegen Auswirkungen auf die Prostata, die Samenleiter oder die Nebenhoden möglich, die Schmerzen verursachen können. Weitet sich die Entzündung auf die Nieren aus, treten als Folge Schmerzen im unteren Rückenbereich auf. Besonders wichtig: Ist bei einer Blasenentzündung Blut im Urin, sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden.

Was tun bei Blasenentzündung?

Um einer Blasenentzündung in der kalten Jahreszeit vorzubeugen, ist es wichtig, viel zu trinken und den Körper warm zu halten. Hierbei sollte darauf geachtet werden, besonders die Füße und den Beckenbereich zu wärmen, zum Beispiel mit dicken Socken, einer Strumpfhose oder längeren Jacken, die über die Hüfte reichen. Auch das Sitzen auf kalten Untergründen im Freien wie Bänken oder Mauern sollte vermieden werden. Darüber hinaus kann eine gesunde, vitaminreiche Ernährung das Immunsystem unterstützen und dadurch eine Blasenentzündung abwenden. Betroffene, die vermehrt zu wiederkehrenden Blasenentzündungen neigen, können vorbeugend Blasen- und Nierentee trinken, um die Harnwege durchzuspülen.

Blasenentzündung = Antibiotika? Das muss nicht immer sein! Hier ist es gut zu wissen, dass die Hälfte der unkomplizierten unteren Harnwegsinfekte spontan ausheilt. Daher sollte zunächst versucht werden, sie mit nicht-antibiotischen Maßnahmen zu behandeln.2 Hierzu zählen die zur Vorbeugung empfohlenen Maßnahmen sowie auch die Verwendung von Phytotherapeutika, wie beispielsweise das echte Goldrutenkraut. Im Portfolio von Aristo Pharma finden sich geeignete Arzneimittel, die pflanzliche Inhaltsstoffe enthalten, wie z. B. Harntee Steiner®, Solidago Steiner® Lösung oder Solidago Steiner® Tabletten. Diese können bei einer Blasenentzündung dabei unterstützen, die Harnwege durchzuspülen und so die Erreger auszuscheiden.


1 Foxman B. Epidemiology of urinary tract infections: incidence, morbidity, and economic costs. Am J Med 2002; 113 Suppl 1A: 5S–13S
2 Münst J et al. Akute und rezidivierende Harnwegsinfekte der Frau in der allgemeinmedizinischen Praxis. Ther Umsch 2018; 75: S. 547–552
3 Foxman B. Urinary tract infection syndromes: occurrence, recurrence, bacteriology, risk factors, and disease burden. Infect Dis Clin North Am 2014; 28: 1–3

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