Onkologika

Als Onkologika, abgeleitet von „onkos“ (altgriechisch ὄãêïò onkos „Anschwellung“), werden in der Medizin alle die Arzneimittel bezeichnet, die zur Behandlung von Tumoren („Krebs“) angewendet werden. Dabei sind Arzneimittel, die im onkologischen Bereich eingesetzt werden, genauso vielfältig wie die unterschiedlichen Krebserkrankungen selbst. Laut Angaben des Robert Koch Instituts (Zentrum für Krebsregisterdaten/ZfKD) zählen Brustkrebs und Prostatakrebs auch heute noch zu den häufigsten Tumorerkrankungen bei Frauen und Männern.

Die Diagnose „Krebs“ ist für den Betroffenen nach wie vor ein einschneidendes Ereignis, obgleich längst nicht jede Krebserkrankung tödlich verläuft. Denn Fortschritte in der medizinischen und pharmazeutischen Forschung, d. h. Fortschritte in der Früherkennung, Diagnose und in den Behandlungsmöglichkeiten ermöglichen vielen Menschen einen besseren Verlauf ihrer Krebserkrankung und oft sogar eine Heilung. Schwerpunkt der gezielten Behandlung mit Onkologika ist heute neben der erforderlichen „Antitumorwirkung“ vielmehr die Verbesserung der Lebensqualität sowie der größtmögliche Erhalt der so genannten „Alltagskompetenz“, also der Fähigkeit trotz der Erkrankung am alltäglichen Leben mit den gewohnten sozialen Aktivitäten teilzunehmen.